Internationaler Tag des Waldes 2022

21.03.2022

Die FAO hat schon Ende der 70er Jahre für den 21. März den Internationalen Tag des Waldes ausgerufen. Mit diesem Aktionstag soll auf die große Bedeutung der Wälder auf der Welt für die Menschen, die Artenvielfalt und das Klima aufmerksam gemacht werden.

Ein Wald ist eine überwiegend mit Bäumen bestandene Fläche, die so groß ist, dass sich auf ihr ein Waldklima ausbilden kann. Waldflächen können sich aus sich selbst heraus verjüngen und das Werden und Vergehen kann bei nur geringen Störungen von außen in ein Gleichgewicht kommen. Es entsteht ein regelmäßiger Stoffkreislauf. Wälder sind komplexe Ökosysteme. Sie sind das produktivste Landökosystem und neben den Ozeanen die wichtigste Einflussgröße für das globale Weltklima.

Nur in Wäldern wird im Gegensatz zu anderen Landnutzungsformen wirksam Kohlendioxid aufgenommen und gespeichert. Sie sind neben den Ozeanen die wichtigsten Flächen für die Sauerstoffproduktion. Als sehr langlebige Ökosysteme sind sie für die Artenvielfalt zur Erhaltung des Genpools von unschätzbarem Wert. Durch den Bodenschutz, die Speicherung und den Schutz der Wasservorräte und durch die Schaffung von Lebensräumen im nur langsam vergehenden Totholz, ist unser Wald so ein Universaltalent.

Von Beginn an nimmt der Mensch Einfluss auf die Lebensgemeinschaft Wald. Zunächst war der Einfluss nur gering, durch Siedlungstätigkeit und hohen Holzbedarf stieg er sehr deutlich an. Holz ist für vielfältige Verwendungen ein sehr begehrter Rohstoff. Heute wird die Waldfläche nur noch wenig verändert.

Die Gesellschaft hat inzwischen den Wert des Waldes erkannt und der Wald wird an vielen Stellen auch und besonders um seiner selbst Willen geschützt. Gerade aktuell, während des Wiederaufbaus nach der Borkenkäferkatastrophe, werden größte Anstrengungen unternommen, einen klimastabilen und artenreichen neuen Wald aufzubauen.

Blick in einen alten Erosionsgraben im Wald mit kleinem Wasserlauf und Totholz im noch winterkahlen Wald im Taunus  (Foto: Arno Dietz)

Pflanzen Sie mit uns den Wald von morgen

29.11.2019

Die Extremwetterjahre gingen auch am Forstamt Hanau-Wolfgang nicht spurlos vorbei. Die anhaltende Dürre setzte unserem Wald ordentlich zu. Neben vielen Fichten, die vom Käfer befallen waren und gefällt werden mussten, sind auch die Wälder in den ebenen Sandbodenbereiche unseres Forstamts betroffen.
In den folgenden Jahren besteht unsere größte Herausforderung in der standortgerechten Wiederbewaldung der betroffenen Flächen, um klimastabile Wälder als Daseinsvorsorge für uns alle zu schaffen .

Der Bereich des Forstamtes Hanau-Wolfgang umfasst den westlichen Main-Kinzig-Kreis. Aufgrund seines multifunktionalen Charakters ist er für uns Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig. Vielerorts übernimmt der Wald wichtige Erholungs- und Wasserschutzfunktionen.  Die Funktion, Sauerstoff zu produzieren und gleichzeitig CO2 zu speichern, nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Weiterhin sind Waldflächen ökologisch und auch ökonomisch wertvolle Flächen.

Nun wagt sich das Forstamt an eine Fläche, die sich bereits seit Jahren nicht ohne Hilfe wiederbewaldet. Der neu anzulegende „Bürgerwald“ liegt auf einem sandigen Boden mit wenig Nährstoffen. Auf der Fläche wächst bodendeckend Adlerfarn und lässt keinen Baumkeimling hochkommen. Von dem jahrelangen Farnwachstum ist der Boden stark verfilzt. Der gesamte Bereich ist derzeit äußerst artenarm.

Im nächsten Jahr soll der Adlerfarn zurückgedrängt werden. Auf Pflanzstreifen soll der verfilzte Oberbereich aufgerissen werden und in die freigelegten Streifen junger Wald gesät und gepflanzt werden.

Eine wichtige Baumart ist hierbei die Stieleiche, die zukünftig vielen Tieren, besonders gefährdeten und seltenen Insekten, ein Habitat bieten und Stabilität in Zeiten des Klimawandels schaffen wird. Zusammen mit der Hainbuche, der Winterlinde und der Kiefer bildet sie eine starke Waldgesellschaft. Am Wegesrand sollen Edel-Kastanien gepflanzt werden. Neben ihrem großen, schattenspendenden Blattwerk und ihrer Toleranz gegenüber Trockenheit haben schon die Römer diese Baumart aufgrund ihrer leckeren Früchte, den Maronen, geschätzt.

Für die Wiederbewaldung der Fläche bittet das Forstamt um ihre Unterstützung. Spenden Sie für ihren Wald, für ein Ökosystem, welches nicht nur langfristig CO2 speichert, sondern auch besonderen und wertvollen Tier- und Pflanzenarten einen Raum fürs Leben bietet.