Anmeldeformular Holzverkauf – Holzkontor

15.08.2022

Ab 01.04.2023 erfolgt die Holzvermarktung nicht mehr über HessenForst, sondern über das Holzkontor Darmstadt-Dieburg-Offenbach. Holzverkäufe können jedoch auch schon ab sofort über das Holzkontor abgewickelt werden. Die Anmeldung kann über nachstehenden Link erfolgen: https://holzkontor-dadiof.org/kontakt/privatwaldbesitzer .

Ebenfalls ist die Anmeldung mit dem Anmeldeformular ‚Holzverkauf Holzkontor‘ möglich, welches direkt an das Holzkontor gesendet werden sollte oder aber auch an das FA Beerfelden. Wir leiten dieses dann an das Holzkontor weiter.

Forstbetriebsgemeinschaft Südlicher Odenwald Protokoll Mitgliederversammlung 23.06.2022                    

Protokoll zur Mitgliederversammlung 2022 am 23.06.2022, 20.00 Uhr, Grasellenbach, OT Hammelbach, Gasthof „Zum Ochsen“

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Eröffnung durch den Vorsitzenden

2. Geschäftsbericht 2021

3. Bericht der Kassenprüfer

4. Entlastung des Vorstandes

5. Zukünftige Holzvermarktung des Privatwaldes in der FBG Südl. Odenwald

5.a) Herr Mathias Geisler, Geschäftsführer des Holzkontors Darmstadt-Dieburg-Offenbach,
      stellt das Kooperationsmodell des Holzkontors vor

5.b) Beschlussfassung der Mitgliederversammlung über die zukünftige Zusammenarbeit der
       FBG mit dem Holzkontor zur Durchführung des Holzverkaufs für den Privatwald

6. Berichte des Forstamtes

– Waldschutz und Holzmarkt

7. Aufnahme neuer Mitglieder    

8.Bericht über das PEFC Audit der FBG am 19. und 20. Mai 2022

9. Verschiedenes


TOP 1 Eröffnung und Begrüßung

Der Erste Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Südlicher Odenwald, Herr Ralf Kredel, eröffnet die Versammlung um 20:00 Uhr und begrüßt alle anwesenden Mitglieder, die Vorstandsmitglieder, die Vertreterin und Vertreter der Kommunen, sowie Herrn Forstamtsleiter Ronny Kolb und alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von HessenForst. Als Gast begrüßt er besonders Herrn Mathias Geisler, Geschäftsführer des Holzkontors Darmstadt-Dieburg-Offenbach.

Herr Kredel stellt fest, dass fristgerecht zur Versammlung eingeladen worden ist. Die Einladung mit Tagesordnung wurde per Email als Newsletter an die Mitglieder verschickt, außerdem wurde sie an alle Gemeindeblättchen und Tageszeitungen zur Veröffentlichung versendet.

Er stellt fest, dass die Versammlung beschlussfähig ist.

Herr Ronny Kolb bittet um Vorziehung des TOP 6 –Berichte des Forstamtes-, da hier vorab Informationen und Erläuterungen erfolgen, warum Herr Mathias Geisler das Holzkontor der Versammlung vorstellt.
Seitens der Versammlung werden keine Bedenken erhoben, somit wird der TOP 6 vorgezogen.

Es erfolgen keine weiteren Änderungswünsche oder Widersprüche zur Tagesordnung
Die in dem einen Punkt geänderte Tagesordnung gilt somit als einstimmig angenommen.

Herr Kredel berichtet, dass der Wald in den Medien weiterhin deutlich präsent ist.  Forstpolitisch ist viel in Bewegung. Der Hess. Waldbesitzerverband ist aktuell mit der Evaluierung der Betreuungskosten für den Kommunalwald befasst.  Außerdem sucht der Waldbesitzerverband nach neuen Einnahmequellen für die Privatwaldbesitzenden. Intensiv diskutiert wird in diesem Zusammenhang die Gewährung der CO2-Prämie.

Zum aktuellen Stand beim Waldschutz und der Borkenkäfersituation ist bei der anhaltenden heißen Witterung wieder von einer Zunahme des Befalls und des Schadholzes auszugehen. Auch die Waldbrandsituation verschärft sich wieder. Näheres dazu folgt in den folgenden TOP.  Der Vorstand hat sich sehr intensiv mit der Problematik der sich abzeichnenden Veränderungen bei der zukünftigen Durchführung des Holzverkaufs für den Privatwald in der FBG beschäftigt, das spiegelt sich auch in der Tagesordnung für die heutige Sitzung wieder.

Hierzu gibt es detaillierte Informationen unter dem vorgezogenen TOP 6 und TOP 5.


TOP 2 Geschäftsbericht 2021

Der Geschäftsbericht wurde vorab über den Email-Verteiler an die Mitglieder verschickt.

Zum Geschäftsbericht 2021:

Frau Kranhold hebt kurz die wichtigsten Punkte des Berichts hervor.

Unter Punkt 3 – Mitglieder

Die FBG-Mitgliederliste wurde im Bereich der Privatwaldbetriebe überprüft und mittels intensiver Recherchen korrigiert, bereinigt und aktualisiert. Die angegebenen Zahlen bei den Mitgliedsbetrieben und der Mitgliedsfläche stimmen mit der nach PEFC zertifizierten Fläche überein.

Das ist auch anhand der Anlage 3 – Aufstellung der Zu- und Abgänge – ersichtlich.

Die Neuzugangsfläche beträgt zwar insgesamt 42,25 ha, jedoch scheiden insgesamt 14 Mitglieder mit einer Fläche von 40,52 ha aus.
Der tatsächliche Flächenzuwachs der FBG beträgt 1,73 ha.


Punkt 4 – Finanzielle Förderung nach der „Extremwetterrichtlinie – Wald“

Rückblickend wurden die im Jahr 2020 über die FBG mit 12 Sammel-Förderanträgen beantragten Beihilfen (rd. 351.000,- €) bis Anfang 2021 an die Endbegünstigten ausgezahlt.

Im Jahr 2021 wurden insgesamt 23 Sammelanträge mit einer beantragten Zuschusshöhe von rd. 120.900,- € gestellt. Diese befinden sich bis auf 4 bereits ausgezahlte Anträge in der Überprüfung durch die Bewilligungsbehörde beim RP Darmstadt
Die einzelnen Sammel-Förderanträge 2021 sind in der Anlage 2 tabellarisch dargestellt.

Als einschneidende Änderung in der neuen Extremwetterrichtlinie-Wald ist festzuhalten, dass mit Stichtag 01.07.2021 die rückwirkende Förderung von aufgearbeitetem Kalamitätsholz nicht mehr zulässig ist. 

Ab dem 01.07.2021 müssen alle Waldbesitzenden vor Beginn der Käferholzaufarbeitung einen Teilantrag stellen, der dann in den Sammel-Antrag der FBG mit aufgenommen wird. Die Aufarbeitung muss innerhalb einer gesetzten Frist von 4 Monaten erfolgen.

Ab dem 01.12.2021 wurden die Fördermaßnahmen „Räumung“ und „Waldschutz II“ bis auf weiteres von der Förderung ausgesetzt.

Alle fristgerecht eingereichten Förderanträge kommen auf jeden Fall zur Auszahlung. Aufgrund der Vielzahl der in ganz Hessen gestellten Anträge wurde eine Priorisierung festgelegt, so dass die Anträge von Privatwaldbesitzenden mit erster Priorität geprüft werden, im Anschluss folgen die Anträge der Kommunalwaldbetriebe.

Aktuelle Schwerpunkt-Fördertatbestände nach der neuen Extremwetterrichtlinie sind:

  • Verkehrssicherungshiebe von Kalamitätsholz an öffentlich gewidmeten Straßen und Wegen
  • Wiederaufforstung von Kalamitätsflächen unter Beachtung und Einhaltung der jeweiligen Waldentwicklungsziele

Für die Wiederaufforstung von Kalamitätsflächen gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten:

-Förderrichtlinie nach „GAK“
-Extremwetterrichtlinie – Wald

Ein großes Problem ist nach wie vor die sehr begrenzte Verfügbarkeit von Pflanzmaterial.

Punkt 5 – Kassenstand zum 31.12.2021

Der Kontostand und die Kontobewegungen sind im Geschäftsbericht dargelegt.

Das Geschäftskonto schließt am 31.12.2021 nach Auszahlung von Holzgeldern und Zuschüssen von 2 Sammelanträgen der Extremwetterrichtlinie mit einem
tatsächlich verbleibenden Guthaben in Höhe von 2.182,22 Euro ab.

Bei den „Nachrichtlichen Informationen“ weist Frau Kranhold auf die folgenden aktuellen Beträge hin, die unter die sonstigen Ausgaben der FBG fallen:

Sammel-Waldbrandversicherung bei der AXA für die Privatwaldmitgliedsbetriebe
im Jahr 2021:                                                  366,82 €

PEFC-Beitragskosten 2021:                        1.834,38 €
Mitgliedsbeitrag Hess. Waldbesitzerverband: 607,02 €

Es besteht zum Geschäftsbericht kein weiterer Erläuterungsbedarf.

TOP 3 Bericht der Kassenprüfer

Herr Klaus Roth berichtet, dass die Kasse am 04.03.2022 durch Herrn Bgm. Dr. Sascha Weber und ihn selbst geprüft worden ist. Die Buchungen wurden stichprobenartig überprüft. Sämtliche Belege waren vorhanden. Es kam zu keinerlei Beanstandungen. Herrn Mader, Stadtverwaltung Oberzent, wird eine sehr ordentliche und gut nachvollziehbare Kassenführung bescheinigt.

Herr Klaus Roth stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung.

Herr Kredel bittet um Abstimmung per Handzeichen.

Die Mitgliederversammlung erteilt der Geschäftsführung und dem Vorstand Entlastung ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen.

TOP 6  wird vorgezogen
Berichte des Forstamtes

  • Waldschutz und Holzmarkt (Präsentation wird mit versendet)

Herr Ronny Kolb informiert anhand seiner Präsentation, die zusammen mit dem Protokoll übersendet wird, über die folgenden Themenpunkte:

Waldschutz

Holzmarkt

Holzvermarktungssituation


TOP 5 Zukünftige Holzvermarktung des Privatwaldes in der FBG Südl. Odenwald

Herr Kredel berichtet einleitend, dass der FBG-Vorstand zu der Problematik der weiteren Entwicklung des Holzverkaufs im Privatwald bisher immer entschieden hat, keine „Schnellschüsse“ zu unternehmen. Das Thema wurde immer intensiv erörtert und mit der benachbarten Forstbetriebsgemeinschaft war man im Gespräch.

Aufgrund der aktuellen Situation und der sich abzeichnenden politischen Entwicklung in puncto Holzvermarktung für den PW durch HessenForst, fasste der Vorstand den Entschluss, dass ein neuer Weg zur Holzvermarktung beschritten werden muss und stellt in diesem Zusammenhang den Gast, Herrn Mathias Geisler, vor.

5.a) Herr Mathias Geisler, Geschäftsführer des Holzkontors Darmstadt-Dieburg-
       Offenbach, stellt das Kooperationsmodell des Holzkontors vor

Herr Geisler informiert über seinen Ausbildungs- und beruflichen Werdegang und stellt der Versammlung die Organisation des Holzkontors anhand seiner Präsentation vor. Diese wurde vorab zusammen mit der Einladung und Tagesordnung über den Email Verteiler verschickt.

-sehr wichtige Informationen für alle Waldbesitzenden: 
  Das Holzkontor schließt Verträge ab und verfügt über bestehende verbindliche Verträge mit
  den Holzkunden

– das Holzkontor ist nie Eigentümer des Holzes sondern handelt immer im Auftrag des
  Waldbesitzers bzw. verwaltet das Holz für den Waldbesitzer

– die Holzgeldbeträge der Holzkunden werden auf ein reines Holzgeldkonto des Kontors
   überwiesen, alle eingehenden Holzgeldbeträge werden zeitnah per Gutschrift an die
   betreffenden Waldbesitzenden überwiesen

– die Privatwaldbesitzer werden nicht vertraglich an das Holzkontor gebunden, aber eine
  gewisse Verbindlichkeit in Bezug auf die Holzmenge müssen die PW-Besitzer in der FBG
  liefern und eingehen. Dies soll über verbindliche Mengenmeldungen stattfinden.

Zur Planung von Holzmengen vor Beginn des Holzeinschlags erläutert Herr Geisler die praktizierten Möglichkeiten:

a) der/die Privatwaldbesitzende meldet die Menge über die Homepage des
   Holzkontors an

b) der/die Privatwaldbesitzende meldet die Menge über die zuständige Revierleitung,
Revierleitung meldet die Menge an Holzkontor

Herr Kredel weist die Mitgliederversammlung auf die vielen positiven Aspekte bei einer Zusammenarbeit mit dem Holzkontor hin

-Erfahrung in der Durchführung und Abwicklung des Holzverkaufs
-es sind und werden Verträge abgeschlossen

-die Holzmengenmeldung kann über die zuständige Revierleitung erfolgen

-erfahrene Geschäftsführung, Verwaltung, Hardware und Software sind vorhanden

-wenn das Forstamt weiterhin den PW betreut, entstehen keine Mehrkosten, es bleibt bei dem 2,50 €/Efm für die Holzvermarktung

-Geschäftsbeziehung geht jeder einzelne PW-Besitzer ein

-für die Übermittlung der persönlichen Daten des PW an das Holzkontor wird ein praktikabler Weg über einen „Meldezettel“ entwickelt; vom PW an die Revierleitung, diese leitet den Meldezettel an Herrn Geisler weiter 

-die Holzeinschlagsplanung:
 Vorbereitung, Auszeichnen, Einschlag und Sortierung läuft wie bisher über die zuständige
 Revierleitung
-der reine Holzverkauf wird von Herrn Geisler, Holzkontor, durchgeführt

5.b) Beschlussfassung der Mitgliederversammlung über die zukünftige Zusammenarbeit der
       FBG mit dem Holzkontor zur Durchführung des Holzverkaufs für den Privatwald

Herr Kredel informiert, dass der FBG-Vorstand der Mitgliederversammlung einhellig empfiehlt, als klare Willensbekundung der FBG den nachfolgenden Beschluss mit dem folgenden Wortlaut zu fassen:

Die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Südlicher Odenwald beschließt eine Kooperation mit dem Holzkontor Darmstadt-Dieburg-Offenbach ab der Einschlagssaison im
Herbst 2022

Herr Kredel bittet die Mitgliederversammlung um Abstimmung per Handzeichen.


Die Mitgliederversammlung stimmt dem Beschluss mit Stimmenmehrheit ohne Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen zu.

TOP 7 Aufnahme neuer Mitglieder in die Forstbetriebsgemeinschaft Südlicher
           Odenwald

Frau Kranhold stellt die Anträge auf Mitgliedschaft in der FBG Südlicher Odenwald gemäß  Anlage 3 des Geschäftsberichts 2021, vor.

Es sind insgesamt 38 Mitglieder neu aufzunehmen.

Diese gliedern sich wie folgt:
-Die Waldfläche von 22 Waldbesitzern war bereits FBG-Mitgliedsfläche;
-16 neue Mitglieder mit einer Neuzugangsfläche von insgesamt 42,25 ha, diese Fläche war bisher noch keine FBG-Mitgliedsfläche).

Herr Kredel bittet die Versammlung um Abstimmung per Handzeichen über die Aufnahme der genannten Waldeigentümer.
Der Aufnahme der genannten Waldeigentümer in die FBG Südlicher Odenwald wird von der Mitgliederversammlung ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung einstimmig zugestimmt.



TOP 8 Bericht über das PEFC Audit der FBG am 19. Und 20. Mai 2022

Die Forstbetriebsgemeinschaft Südlicher Odenwald wurde im Mai 22 zum dritten Mal einem PEFC-Audit unterzogen. Bei dem zweitägigen Audit wurden die Waldbestände von 16 Mitgliedsbetrieben vor Ort begutachtet. Der Auditor stellte keine Abweichungen zu den PEFC-Standards fest. Gleichzeitig wurden Verbesserungsvorschläge besprochen, wie die FBG-Mitglieder ihre Waldflächen noch besser im Einklang mit dem PEFC-Zertifikat bewirtschaften können.

Das wichtige und für die FBG sehr positive Ergebnis:

Die FBG behält ihr Gruppenzertifikat für die kommenden fünf Jahre.

Es wurden keine Abweichungen festgestellt.

Es sind keine Maßnahmen von der FBG zu veranlassen.

Der Auditor hat einige beobachtete Feststellungen in seinem Protokoll vermerkt:

1) In einzelnen Beständen sind alte Wuchshüllen / Fegeschutzspiralen vorgefunden worden, die ihren Zweck bereits erfüllt haben. Diese sind zu entfernen.
Verbesserungspotential:
„Altes Kunststoffmaterial soll entfernt werden“

2) Viele dringliche Durchforstungsbestände
Verbesserungspotential:
„Angepasste Pflege zur Sicherung von Stabilität und Wertleistung notwendig“

3) In Teilbereichen massive Schälschäden durch Rotwild und auch Rehwildverbiss
Verbesserungspotential:
„Bemühungen um angepasste Wildbestände müssen intensiviert werden, auch in gemeinschaftlichen Jagdbezirken“

Punkt 3 wurde kontrovers diskutiert, insbesondere die Einflussmöglichkeiten, die der einzelne Waldbesitzer als Jagdgenosse hat, um auf die Reduzierung von Wildschäden an den Waldbeständen hinzuwirken.

TOP 9 Verschiedenes

Frau Kranhold informiert kurz über die im Januar/Februar 2023 geplante Waldkalkung per Hubschrauber in den Gemarkungen Unter-Schönmattenwag, Ober-Schönmattenwag und Unter-Abtsteinach.

In Planung sind Flächen aller drei Waldbesitzarten:

Staatswald ca. 1074 ha

Kommunalwald ca. 145 ha  (Gemeindewaldkomplexe Abtsteinach und Wald-Michelbach)

Privatwald:        ca.   45 ha

-es sind für Hubschrauber kalkbare Waldflächenkomplexe zu bilden
Kosten rein netto:  ca.  330,- € / ha             ( ausgebracht werden 3 t Kalk / ha)
Kosten brutto      :  rd.   400,- € / ha

Förderfähig sind:  90 % der Nettokosten, somit ca. 297,- €/ha Beihilfe

vom KuPW müssen als Eigenanteil getragen werden:
10 % der Kosten und die Umsatzsteuer
Insgesamt rd. 96,- €/ha Eigenanteil

Besonderheit bei der Kalkungsförderung:
Kleinprivatwaldbesitzende < 30 ha Waldbesitz werden mit 100 % der Nettokosten gefördert!

Aktuell läuft die Interessensabfrage per Post. 
Ansprechpartner am Forstamt für das Kalkungsprojekt ist Herr Sebastian Heß

Herr Ronny Kolb informiert zur Verkehrssicherungsplicht an öffentlichen Straßen wie folgt:
Die jährlichen Regelkontrollen an öffentlichen Straßen werden seit dem 01.02.2022 von HessenForst übernommen. Hierfür wurden eigene Kontrollteams geschult, die diese Aufgabe der Kontrolle und Erfassung von potentiellen Gefahrenträgern durchführen. Kontrolliert wird im Staatswald und im betreuten Kommunalwald und Privatwald.

Die im gesamten Forstamtsbereich erfassten nicht mehr verkehrssicheren Bäume bzw. potentielle Gefahrenträger müssen zeitnah beseitigt werden. Das Forstamt hat für die zentrale Ausschreibung der Unternehmermaßnahmen drei Lose – Oberzent, Überwald, Neckartal – gebildet.
Die Kosten wurden pro Baum gestaffelt nach Baumdimension (Brusthöhendurchmesser) kalkuliert.
Von HessenForst betreute Privatwaldbetriebe, bei denen Gefahrenträger festgestellt worden sind, werden in Kürze vom Forstamt angeschrieben und über die Feststellungen informiert. Sie haben die Möglichkeit, den vom Forstamt nach abgeschlossenem Ausschreibungs-verfahren beauftragten Unternehmer für die angegebene Verkehrssicherungsmaßnahme auf eigene Rechnung einsetzen zu lassen. Die Durchführung der Verkehrssicherungs-maßnahmen wird vom Forstamt koordiniert. Ansprechpartner am Forstamt ist Herr Sebastian Heß.

Mit der Umsetzung der Verkehrssicherungsmaßnahmen soll voraussichtlich ab Mitte August begonnen werden.

Auf Nachfrage von Herrn Kredel besteht kein weiterer Diskussionsbedarf.

Herr Kredel bedankt sich bei allen Anwesenden für die intensive Diskussion und rege Teilnahme. Mit dem Appell an alle Anwesenden, ihre Wälder jetzt auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren und in der Beseitigung von befallenen Bäumen zum Schutz der Wälder nicht nachzulassen, schließt er die Sitzung um 22:10 Uhr.

Für die Richtigkeit:   

Gez. Kranhold

Brennholz im Forstamt Romrod Herbst/Winter 2022/23

Laubbrennholz ausverkauft!

Seit Anfang 2022 wird gerücktes Brennholz aus dem hessischen Staatswald mithilfe eines neuen Verkaufsverfahrens veräußert. Die Abwicklung erfolgt landesweit ausschließlich über das „Brennholzportal“ auf der Internetseite von HessenForst. Es löst den bisherigen Prozess der Bestellung bei der zuständigen Revierleitung ab und gilt hessenweit. Ziel ist es, den Kauf von Brennholz zu vereinfachen und überschaubarer zu gestalten. Aufgrund der enorm hohen Nachfrage können wir aktuell nur noch Nadelbrennholz in einzelnen Revieren anbieten.

Preis und Verfügbarkeit

Durch politische und globale Krisen ist die derzeitige Versorgung mit Gas und anderen fossilen Brennstoffen mit großen Unsicherheiten verbunden, was im Umkehrschluss landesweit zu einer stark gestiegenen Nachfrage nach Brennholz geführt hat.

Besonders beliebt als Brennholz ist dabei die Buche, die aber seit ein paar Jahren, bedingt durch naturschutzfachlich begründete Nutzungsbeschränkungen und die andauernde Buchenkalamität nur noch in geringerem Umfang zur Verfügung steht.

Fichte, Kiefer und sonst. Nadelhölzern stellen eine gute Alternative dar. Nadelholz als Brennholz kostet lediglich 67 € den Festmeter, kann aufgrund der geringen Holzfeuchte direkt verbrannt werden und ist derzeit deutlich öfter verfügbar!

Zu den Holzeigenschaften

Holz von Fichte oder Kiefer ist zwar weniger dicht als das Holz von Buche und brennt dadurch, bei gleicher Größe, etwas schneller ab d. h. man muss etwas häufiger Holz nachlegen. Allerdings haben die Nh-Arten bei gleichem Gewicht etwas mehr Energie gespeichert als Buche oder Eiche und sind zudem deutlich günstiger z. B. als reines Laubholz.

Brennholz direkt am Waldweg

Auf der Internetseite von HessenForst (www.hessen-forst.de) muss dazu in der Rubrik Angebote unter Marktplatz das Stichwort Brennholz ausgewählt werden. Ein kurzes Video zeigt hier die Abwicklung nochmals Schritt für Schritt.

Holzarten und Bestellmenge

Aufgrund der bereits beschriebenen Holzknappheit wird an private Haushalte bis auf Weiteres eine maximale Menge von 10 Festmetern pro Haushalt vergeben.

Arbeiten mit der Motorsäge

Wichtig für die Aufarbeitung des Rundholzes ist der Nachweis eines Motorsägenscheins welcher online hochgeladen werden muss. Die Nachweispflicht entfällt, entscheiden sich Käufer*innen, das gerückte Brennholz lediglich abzutransportieren und zu Hause aufzuarbeiten.

Holz aus dem Kommunalwald

Ist ein Holzkauf von Kommunalwaldbesitzer*innen erwünscht, sind entsprechende Anfragen an die jeweilige Kommune zu richten.

„Rheingauer“ Küstentanne – Saatgut für die Zukunft

Die vergangenen heißen Tage und der ausbleibende Regen zeigen erneut: der Klimawandel findet statt. Dass diese klimatischen Entwicklungen in den Wäldern bereits erheblichen Schaden angerichtet haben, ist vielerorts zu sehen. Wie die Wälder von morgen klimastabiler gestaltet werden können, ist eine der zentralen Fragen, der sich Försterinnen und Förster stellen, um die positiven Effekte des Waldes als CO2-Senke aber auch die Funktion als wichtiger Rohstofflieferant weiter sicherstellen zu können.

Besonders die Küstentannen aus dem Bereich des Rheingaus sind seit jeher an trockene und warme Witterung gewöhnt. Dies macht sie für andere Regionen in Deutschland interessant. Mit ihrer hohen Wuchsleistung von bis zu 20 Kubikmetern / Hektar im Jahr bindet sie schnell CO2. Ihr Holz eignet sich hauptsächlich für die Herstellung von Paletten, jedoch ist sie ein robuster und relativ standsicherer Baum.

Damit auch andere forstwirtschaftliche Betriebe in Deutschland die Vorzüge der Rheingauer Küstentanne bei der Wiederaufforstung ihrer Kahlflächen nutzen können, läuft aktuell die Zapfenernte an der Großen Küstentanne, um deren Samen zu gewinnen. Dabei klettern Zapfenpflücker bis zu 40 m in die Kronen und ernten die Zapfen von Hand aus den Bäumen. Pro Baum können dabei bis zu 50 kg Zapfen zusammenkommen. Jedes Kilogramm Zapfen enthält ca. 40 Gramm Samen, die nach der Anzucht in der Baumschule nach 3 bis 4 Jahren im Wald ausgepflanzt werden. Jedoch wird nicht aus jedem Samen ein Baum: nur rund 50% entwickeln sich unter optimalen Bedingungen in der Baumschule zu einer kleinen Küstentanne. Der Anwuchserfolg in der Natur liegt weit darunter.

Die Saatgutgewinnung ist mit einigen Vorgaben versehen. Der hohe Aufwand von der Ernte über die Aussaat und Anzucht in der Baumschule bis zur Pflanzung im Wald wird nur für Saatgut betrieben, das aus zertifizierten Beständen stammt. Die Bäume aus diesen Beständen müssen bestimmten Qualitätsstandards genügen, die sie an ihre Nachkommen weitergeben sollen. Zudem sind für alle Baumarten Herkunftsgebiete ausgewiesen. Diese geben Aufschluss über die Eignung einer Baumart in einem Naturraum. Da die Küstentanne vergleichsweise anspruchslos ist, gibt es für sie nur zwei Herkunftsgebiete. Bei der Traubeneiche sind es, zum Vergleich, 14 Herkunftsgebiete.

Zapfenpflücker bei der Arbeit

Naturschutzsymposium zu invasiven nicht heimischen Arten

12.08.2022
Kalikokrebse

Nachdem der aus Nordamerika stammende Kalikoflusskrebs bereits in den letzten Jahren vereinzelt am Kühkopf gefunden wurde, scheint er sich nach aktuellen Funden am Altrhein mittlerweile flächendeckend ausgebreitet zu haben. Die Art wurde 1993 zum ersten Mal bei Karlsruhe entdeckt und ist seitdem vor allem flussabwärts in Ausbreitung begriffen. Mit dem Kalikokrebs ist nun ein weiterer, nicht heimischer Flusskrebs, im Gewässersystem des Rheins. Der Kalikokrebs zählt zu den invasiven nicht heimischen Arten, der einen erheblichen Einfluss auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt haben kann. So werden vor allem heimische Amphibienbestände massiv dezimiert. Auch Libellenlarven, Kleinkrebse und Pflanzen stehen auf dem Speisezettel der Krebse. Die Art zeichnet sich durch hohe Reproduktionsraten aus und kann für andere Arten bestandsbedrohend werden.

„Invasive nicht heimische Arten“ ist auch der Titel des Naturschutzsymposiums Hofgut Gunterhausen am Freitag, 9. September 2022. Die Naturwissenschaftlerin Katharina Albert vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und wird dazu im Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf referieren. Bei dem Vortrag und der anschließenden Diskussion wird es nicht nur um die Biologie von invasive Arten und deren Auswirkungen auf das Ökosystem gehen, sondern auch um rechtliche Fragen und um lokale Bekämpfungsoptionen.

Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürger/innen und beginnt um 18.00 Uhr im Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Exkursion zu Natur im Wandel am Sonntag, 28.08.2022

Nach den Dürrejahren seit 2018 stehen in Deutschland mehr als 250.000 fußballfeldgroße Flächen zur Wiederbewaldung an. Auch das Forstamt Groß-Gerau weist Schadflächen von mehr als 100 ha auf, die wieder Wald werden sollen. Die Förster setzen bei der Mammutaufgabe Wiederbewaldung unter sich veränderten Klimabedingungen auf natürliche Waldentwicklung, gelenkte Naturverjüngung, Saat und Pflanzung. Bei der Veranstaltung werden verschiedene Verfahren vorgestellt und vor Ort mit den Teilnehmern diskutiert. Die Exkursion unter Leitung von Klaus Velbecker (Forstamt Groß-Gerau) und Ralph Baumgärtel (Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf (UBZ) beginnt um 09.00 Uhr am Gundhof 1 in Mörfelden Walldorf und dauert ca. 2,5 Stunden. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürger und Bürgerrinnen und ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Auskünfte erhalten Sie über das Umweltbildungszentrum.

Neuer Revierförster von Gelnhausen und Gründau arbeitet sich ein

Seit April ist er bereits in seinem neuen Forstrevier unterwegs und wurde von dem Stelleninhaber Lukas Rippl eingearbeitet. Förster Hendrik Barthelmes (29) vom Forstamt Hanau-Wolfgang ist nun seit einem guten Monat für das Forstrevier Gelnhausen und Gründau selbst verantwortlich. „Mein Kindheitstraum ist wahr geworden“, schildert der gebürtige Offenbacher.

Barthelmes war vorher im Forstamt Darmstadt im Bereich Waldpädagogik und Sponsoring tätig. „Mir ist es ein Anliegen, den Menschen den Wald näher zu bringen. In Darmstadt lag der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit im Bereich der Erwachsenenbildung.“ Dabei ist ihm klar, dass auf dem Wald eine Vielzahl von Ansprüchen lasten, sei es aus dem Bereich der Erholung, des Naturschutzes oder der Holzbewirtschaftung. „Ich bin ein Freund von guten Kompromissen“, zeigt sich der Förster überzeugt.

„Wir sind im Generationenwechsel angekommen“, ergänzt Forstamtsleiter Lutz Hofheinz. Im Forstamt Hanau-Wolfgang wird es die kommenden Monate und Jahre einige Wechsel geben.

Der ehemalige Revierförster Lukas Rippl freut sich im Forstamt Jossgrund auf seine neue Stelle als Funktionsbeauftragter für den Naturschutz. „Ich bin hier für den Arten- und Biotopschutz verantwortlich und setze in den Schutzgebieten Naturschutzmaßnahmen um“, schildert er seinen neuen Tätigkeitsbereich.

neuer Revierleiter Hendrik Barthelmes, Foto: HessenForst

Nachwuchs im Wildparkteam „Alte Fasanerie“ Hanau

Sie hat es geschafft. Leah Rasche (22) beendete ihre Tierpflegerausbildung (Fachrichtung Zoo) nach 3jähriger Ausbildung im Wildpark „Alte Fasanerie“. Das Einserzeugnis hat sie bereits in der Tasche. Tierpflegemeisterin Hanni Patek ist sehr stolz auf ihre ehemalige Auszubildende: „Wir können Leah hier bei uns fest übernehmen. Bis sie das Endergebnis ihrer Abschlussprüfung mitgeteilt bekommt, haben wir mit ihr schon mal einen befristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen.“

Die Jungtierpflegerin Rasche wollte schon lange im Bereich Tierpflege arbeiten und hat bereits einiges an Erfahrung. „Auch mein Freiwilliges Ökologisches Jahr habe ich bereits im Wildpark abgeleistet. So konnte ich mich aufgrund des damaligen Wissens- und Erfahrungsvorsprungs auch im Auswahlverfahren zur Ausbildung durchsetzen“, berichtet sie. Sie freut sich auf die Arbeit. Insbesondere die Lieblinge im Kleintierbereich sind ihr ans Herz gewachsen.

Wildparkleiter Lutz Hofheinz vom Forstamt Hanau-Wolfgang zeigt sich ebenfalls erfreut über die Einstellung. „Durch die Weiterentwicklung des Wildparks und seiner Infrastruktur steigen die zu erledigenden Aufgaben kontinuierlich an. So benötigt unsere neue Tierart, der Fischotter, ganz spezielles Futter und eine artspezifische Pflege, um sich hier bei uns wohlzufühlen. Leah Rasche ist eine wertvolle und notwendige Unterstützung zum bewährten Wildparkteam.“

links im Bild Leah Rache mit unserer Tierpflegemeisterin Hanni Patek, Foto: HessenForst

Brennholzverkauf

Die Bestellung von Brennholz (Holz gerückt am Waldweg) im Staatswald erfolgt künftig über das Brennholzportal.
Sie können jederzeit rund um die Uhr online das im Brennholzportal eingestellte Brennholz anfragen und zwischen den verfügbaren Holzarten, Sortimenten und Revieren auswählen.

Von uns wird das Holz in langer Form an die Waldstraße gebracht, wo es dann von Ihnen aufgearbeitet oder im Ganzen abgefahren werden kann.
Es wird ausschließlich frisches Holz abgeben, dass noch nicht gespalten, gesägt und getrocknet ist. Das Brennholz wird zwischen Herbst und Frühjahr bereitgestellt und ist noch zu feucht, um es in der kommenden Ofen-Saison zu verwenden.
Diejenigen Holzkunden, die keinen Internetanschluss haben oder sich die Online-Anfrage nicht zutrauen, ermutigen wir sich im Familien- oder Bekanntenkreis Unterstützung zu holen. Aufgrund der hohen Nachfrage und des knappen Angebotes kann jeder Haushalt zunächst nur zehn Festmeter bestellen.


Die Laubholzernte beginnt im Herbst. Ab September können Kunden Brennholz beim Forstamt über das Portal anfragen. Nach der Wahl von Sortiment, Menge und Kontaktdaten, lädt der Kunde seinen Motorsägenschein (Modul A1) hoch. Nach der Online-Anfrage erhält der Interessent die Rechnung. Je nach tatsächlicher Poltergröße kann es zu Abweichungen zwischen Bestellmenge und Rechnungsmenge kommen. Nach Begleichung der Rechnung darf das Holz im Zeitraum von September bis Ende April dann aufgearbeitet und abtransportiert werden.

Im verlinkten Flyer können Sie alle wichtigen Informationen zum Brennholzverkauf diesen Herbst erfahren.

Hier der Weg zum Brennholzportal.

Angebot Sondermengen Nadel-Brennholz

11.08.2022

Im Bereich Grebenhain/Ilbeshausen sind Nadel-Brennholzpolter mit Massen zwischen 13 und 38 fm zum Preis von 67 €/Festmeter abzugeben. Das Holz ist 3 m lang gerückt am Weg. Der Abtransport ist selbst zu organisieren. Bei Interesse bitte am Forstamt unter 06044-961615 (Katja Hau) melden.