Ein Jahrhundertsommer und eine noch nie dagewesene Trockenheit

31.08.2022

Selbst der eingefleischteste Sonnenanbeter sollte nun erkennen, dass wir mitten im Klimawandel angekommen sind.

Nicht nur die Pflanzen vertrocknen, auch die Tiere leiden. Und hier besonders die, welche an den Lebensraum Wasser angepasst sind. Biotope für Amphibien und Fische schwinden enorm, dies bedroht den Bestand ganzer Populationen. In der Aar in Taunusstein verenden die Bachforellen aus Mangel an Sauerstoff im wasserarmen und aufgeheizten Gewässer.

Die Tümpel und Kleistgewässer, Rückzugsraum für viele bedrohte Schwanz- und Froschlurch, vertrocknen gänzlich. Während ältere Tiere sich noch in kühlere Bodenschichten eingraben können, stirbt der diesjährige Nachwuchs in der Regel komplett. Vor allem dann, wenn die Metamorphose noch nicht abgeschlossen war.

Vor einigen Jahren wurden im Revier Zugmantel über 150 Tümpel für Amphibien angelegt, die bald schon sehr gut von Grasfröschen und Molchen besiedelt wurden. Meistens behielten diese kleinen Tümpel auch über die Sommermonate noch immer genügend Wasser, um das Überleben ihrer Bewohner zu sichern.

Der Sommer 2022 ist anders, er sprengt den Rahmen und lässt viele Tiere und Pflanzen chancenlos zurück.

Hoffen wir auf Regen…

Laubbäume werfen wegen der Trockenheit ihre Blätter ab (Bild: M. Kirchner)
(Bild: M. Kirchner)
Fast ausgetrocknete Tümpel im Revier Zugmantel (Bild: M. Kirchner)
(Bild: M. Kirchner)
(Bild: M. Kirchner)
(Bild: M. Kirchner)
(Bild: M. Kirchner)
(Bild: M. Kirchner)
Verendete Forellen in der Aar bei Taunusstein (Bild: K. Wagner)
(Bild: K. Wagner)
(Bild: K. Wagner)
(Bild: K. Wagner)